GdS Tabelle: Männliche Geschlechtsorgane

Die Feststellung des Grades der Behinderung richtet sich nach den in den Versorgungsmedizin-Verordnung (VersMedV) festgelegten Gesundheitsstörungen.

Dort sind Anhaltspunkte festgelegt, nach denen bestimmte Gesundheitsstörungen in ein Maß für die Beeinträchtigung der Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zugeordnet werden. Dieses Maß wird als Grad der Schädigung (GdB) bezeichnet, in der VersMedV wird der Grad der Schädigung (GdS) verwendet.

Nachfolgend sind die in der Versorgungsmedizin-Verordnung mit dem Ausfertigungsdatum 10.12.2008 genannten Gesundheitsstörungen mit dem GdS im Bereich „Männliche Geschlechtsorgane“ als unveränderte Wiedergabe des Verordungstextes vom Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz aufgeführt.

Bei den Störungen der männlichen Geschlechtsorgane, für die ein GdB vergeben wird, werden z.B. folgende genannt:

  • Verlust oder Teilverlust des Penis
  • Verlust, Schwund oder Unterentwicklung beider Hoden
  • Verlust der Nebenhoden
  • Hodentumor
  • Erkrankungen der Prostata

 

13. Männliche Geschlechtsorgane

13.1 Verlust des Penis
Teilverlust des Penis50
Teilverlust der Eichel10
Verlust der Eichel20
Sonst30-40
Nach Entfernung eines malignen Penistumors ist in den ersten fünf Jahren eine Heilungsbewährung abzuwarten; GdS während dieser Zeit nach Entfernung im Frühstadium (T1 bis T2) N0 M0
bei Teilverlust des Penis50
bei Verlust des Penis60
mit vollständiger Entfernung der Corpora cavernosa80
nach Entfernung in höheren Stadien90-100
13.2 Unterentwicklung, Verlust oder Schwund eines Hodens bei intaktem anderen Hoden0
Unterentwicklung, Verlust oder vollständiger Schwund beider Hoden
in höherem Lebensalter (etwa ab 8. Lebensjahrzehnt)10
sonst je nach Ausgleichbarkeit des Hormonhaushalts durch Substitution20-30
vor Abschluss der körperlichen Entwicklung20-40
Verlust oder Schwund eines Nebenhodens0
Verlust oder vollständiger Schwund beider Nebenhoden und/oder Zeugungsunfähigkeit (Impotentia generandi)0
in jüngerem Lebensalter bei noch bestehendem Kinderwunsch20
Impotentia coeundi bei nachgewiesener erfolgloser Behandlung20
13.3 Hydrozele (sog. Wasserbruch)0-10
Varikozele (sog. Krampfaderbruch)0-10
13.4 Nach Entfernung eines malignen Hodentumors ist eine Heilungsbewährung abzuwarten.
GdS während einer Heilungsbewährung von zwei Jahren
nach Entfernung eines Seminoms oder nichtseminomatösen
Tumors im Stadium (T1 bis T2) N0 M050
GdS während einer Heilungsbewährung von fünf Jahren nach Entfernung
eines Seminoms im Stadium (T1 bis T2) N1 M0 bzw. T3 N0 M050
nach Entfernung eines nichtseminomatösen Tumors im Stadium (T1 bis T2) N1 M0 bzw. T3 N0 M060
in höheren Stadien80
13.5 Chronische bakterielle Entzündung der Vorsteherdrüse oder abakterielle Prostatopathie
ohne wesentliche Miktionsstörung0-10
mit andauernden Miktionsstörungen und Schmerzen20
Prostataadenom
Der GdS richtet sich nach den Harnentleerungsstörungen und der Rückwirkung auf die Nierenfunktion.
13.6 Nach Entfernung eines malignen Prostatatumors ist eine Heilungsbewährung abzuwarten.
GdS während einer Heilungsbewährung von zwei Jahren
nach Entfernung im Stadium T1a N0 M0 (Grading G1)50
GdS während einer Heilungsbewährung von fünf Jahren
nach Entfernung in den Stadien T1a N0 M0 (Grading ab G2) und (T1b bis T2) N0 M050
nach Entfernung in höheren Stadienwenigstens 80
Maligner Prostatatumor
ohne Notwendigkeit einer Behandlung50
auf Dauer hormonbehandeltwenigstens 60

Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/ , gelesen am 29.12.2020