GdS Tabelle: Kopf und Gesicht

Die Feststellung des Grades der Behinderung richtet sich nach den in den Versorgungsmedizin-Verordnung (VersMedV) festgelegten Gesundheitsstörungen.

Dort sind Anhaltspunkte festgelegt, nach denen bestimmte Gesundheitsstörungen in ein Maß für die Beeinträchtigung der Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zugeordnet werden. Dieses Maß wird als Grad der Schädigung (GdB) bezeichnet, in der VersMedV wird der Grad der Schädigung (GdS) verwendet.



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Nachfolgend sind die in der Versorgungsmedizin-Verordnung mit dem Ausfertigungsdatum 10.12.2008 genannten Gesundheitsstörungen mit dem GdS im Bereich „Kopf und Gesicht“ aufgeführt. Das umfasst beispielsweise Narben oder Entstellungen, Trigeminusneuralgien, Sensibilitätsstörungen im Gesicht, Lähmungen im Gesicht oder Migräne.

Teil 2: Kopf und Gesicht

2.1 Narben nach Warzenfortsatzaufmeißelung0
Einfache Schädelbrüche ohne Komplikationen im Heilverlauf0
Kleinere Knochenlücken, Substanzverluste (auch größere gedeckte) am knöchernen Schädel0-10
Schädelnarben am Hirnschädel mit erheblichem Verlust von Knochenmasse ohne Funktionsstörung des Gehirns (einschließlich entstellender Wirkung)30
Hierzu gehören insbesondere alle traumatisch entstandenen erheblichen (nicht gedeckten) Substanzverluste am Hirnschädel, die auch das innere Knochenblatt betreffen.
Einfache Gesichtsentstellung
nur wenig störend10
sonst20-30
Hochgradige Entstellung des Gesichts50
2.2 Sensibilitätsstörungen im Gesichtsbereich
leicht0-10
ausgeprägt, den oralen Bereich einschließend20-30
Gesichtsneuralgien (z. B. Trigeminusneuralgie)
leicht (seltene, leichte Schmerzen)0-10
mittelgradig
(häufigere, leichte bis mittelgradige Schmerzen, schon durch geringe Reize auslösbar)20-40
schwer
(häufige, mehrmals im Monat auftretende starke Schmerzen bzw. Schmerzattacken)50-60
besonders schwer
(starker Dauerschmerz oder Schmerzattacken mehrmals wöchentlich)70-80
2.3 Echte Migräne
je nach Häufigkeit und Dauer der Anfälle und Ausprägung der Begleiterscheinungen.
leichte Verlaufsform
(Anfälle durchschnittlich einmal monatlich)0-10
mittelgradige Verlaufsform
(häufigere Anfälle, jeweils einen oder mehrere Tage anhaltend)20-40
schwere Verlaufsform
(lang andauernde Anfälle mit stark ausgeprägten Begleiterscheinungen, Anfallspausen von nur wenigen Tagen)50-60
2.4 Periphere Fazialisparese
einseitig
kosmetisch nur wenig störende Restparese0-10
ausgeprägtere Restparese oder Kontrakturen20-30
komplette Lähmung oder ausgeprägte Kontraktur40
beidseitig komplette Lähmung50

Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/ , Stand 03.11.2020

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Über Jochen Radau

Ich arbeite seit dem Jahr 2004 als Sozialpädagoge in einer MS-Beratungsstelle für MS-Betroffene und Angehörige. Ein wichtiges Thema sind dort Fragen rund um den Schwerbehindertenausweis. Das betrifft die Nachteilsausgleiche beim jeweiligen Grad der Behinderung und den Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis. Aber auch Hilfen bei der Antragstellung und der Durchsetzung der Nachteilsausgleiche sind Teil meiner Tätigkeit.