Archiv der Kategorie: GdB 100

Freibetrag beim Wohngeld bei Pflegebedürftigkeit

Wohngeld ist eine kommunale Geldleistung, die als Zuschuß zur Miete oder bei Eigentum als Lastenzuschuß einer selbst bewohnten Immobilie beantragt werden kann. Die Höhe von Wohngeld richtet sich nach dem Haushaltseinkommen, der Höhe der Miete oder Belastung und dem regionalen Mietspiegel. Beantragt wird das Wohngeld beim Wohngeldamt, welches bei der Stadtverwaltung oder dem Landratsamt angesiedelt ist. Ein gleichzeitiger Bezug von Wohngeld und Sozialhilfe ist nicht möglich.

Wohngeldanträge sind für alle Städte und Landkreise im Internet als pdf-Formulare verfügbar. Auf der amtlichen Seite freistaat.bayern.de können z.B. die bayerischen amtlichen Formulare ausgedruckt und die jeweiligen Adressen der Wohngeldstellen herausgesucht werden. Dadurch ist eine persönliche Antragstellung bei der Wohngeldstelle nicht notwendig. Der Antrag kann mit den notwendigen Nachweisen bequem per Post an die Wohngeldstelle geschickt werden.… weiterlesen … Freibetrag beim Wohngeld bei Pflegebedürftigkeit

Arbeit und Berufsleben: Welche Nachteilsausgleiche gibt es?

Eine besondere Bedeutung hat der Schwerbehindertenausweis (ab GdB 50) im Arbeits- und Berufsleben. Ab dem Gdb 50 kommen eine Reihe von Rechten für Arbeitnehmer hinzu. Nicht alle sind im Alltag tatsächlich umsetzbar. Wir gehen in diesem Beitrag auf folgende Nachteilsausgleiche ein:

  • Bevorzugte Einstellung, Beschäftigung
  • begleitende Hilfe im Arbeitsleben
  • Zusatzurlaub von einer Arbeitswoche
  • Freistellung von Mehrarbeit
  • Kündigungsschutz
  • Vorgezogene Altersrente bzw. Pensionierung

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Steuerermäßigung mit dem Behindertenpauschalbetrag

Der sogenannte Behindertenpauschalbetrag kann in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Der Pauschbetrag ist nach dem Grad der Behinderung (GdB) gestaffelt. Für die Merkzeichen Bl und H wurde ein Pauschbetrag von 3700€ festgelegt.

Der Pauschalbetrag kann auch für Kinder in Anspruch genommen werden. Falls die Einstufung des GdB im Laufe des Steuerjahres festgestellt wurde, so gilt der zugeordnete Pauschalbetrag steuerlich gesehen für das gesamte Jahr. Interessant kann es aus steuerlichen Gründen deshalb in manchen Fällen sein, die Behinderung rückwirkend festellen zu lassen. Das wurde seit dem Jahr 2017 mit dem Bundesteilhabegesetz so geregelt.

 

Grad der Behinderung (GdB)Behinderten-Pauschbetrag (jährlich)
25–30310,00 €
35–40430,00 €
45–50570,00 €
55–60720,00 €
65–70890,00 €
75–801.060,00 €
85–901.230,00 €
95–1001.420,00 €
Merkzeichen Bl und H3.700,00 €

Der Pauschalbetrag soll eine einfache Möglichkeit bieten, um typische Mehrausgaben, die aufgrund einer Behinderung auftreten, steuerlich zu berücksichtigen. Typische Ausgaben müssen somit nicht einzeln aufführt werden. Treten in einem Jahr hohe untypische Kosten auf, beispielsweise durch einen behindertengerechten Umbau, dann lohnt sich zusätzlich eine Auflistung im Rahmen der außergewöhnlichen Belastungen. Siehe dazu meinen Beitrag auf handicap-bazar.de: Steuernachlass beim behindertengerechten Umbau