Schwerbehindertenausweis

Schwerbehinderung

Die Feststellung einer Behinderung kann nur auf Antrag geschehen. Eine Behinderung wird erst dann festgestellt, wenn tägliche Einschränkungen im Alltag vorhanden sind, die voraussichtlich länger als 6 Monate bestehen. Die Begutachtung erfolgt in der Regel durch die zuständige Behörde (Versorgungsämter) nach Aktenlage. Die Gutachter richten sich nach den Richtlinien für Gutachten im sozialen Entschädigungsrecht und Schwerbehindertenrecht, die unter folgendem Link als pdf-Dokument einsehbar sind: Anhaltspunkte für die ärztliche Gutachtertätigkeit.


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Wenn mehrere Grunderkrankungen oder Symptome vorliegen, dann werden die einzelnen Einschränkungen gewichtet und ein Gesamt-GdB ermittelt. Die Richtlinien lassen bei den einzelnen Gesundheitsstörungen in der Bewertung der einzelnen GdB’s Spielräume zu. Deshalb ist es empfehlenswert selbst eine kurze Schilderung der eigenen Symptome zu verfassen. Der Gutachter kann damit die Schwere der Beeinträchtigungen besser einschätzen. Außerdem sollten dem Antrag unbedingt ärztliche Unterlagen beigelegt werden.

Eine Übersicht der zuständigen Stellen und Antragsformulare findet man auf folgender Seite  des Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Wie beantrage ich einen Schwerbehindertenausweis?

Eine Schwerbehinderung liegt dann vor, wenn durch die Begutachtung der zuständigen Behörde der Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50 festgestellt wird. Dann wird auch ein Schwerbehindertenausweis ausgestellt. Ein GdB unter 50 führt nur zur Feststellung einer Behinderung. Ab einem GdB von 20 wird ein sogenannter Feststellungsbescheid ausgestellt. Mit einem GdB von 30 oder 40 sind bereits bestimmte Rechte bzw. Nachteilsausgleiche verbunden.

Dieser Beitrag auf handicap-bazar.de befasst sich mit den 5 wichtigsten Fragen zum Schwerbehindertenausweis:

Die 5 häufigsten Fragen zum Schwerbehindertenausweis

Foto: ZBFS

Freifahrt im öffentlichen Nahverkehr mit Merkzeichen G, aG, Gl, H, Bl


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Über Jochen Radau

Ich arbeite seit dem Jahr 2004 als Sozialpädagoge in einer MS-Beratungsstelle für MS-Betroffene und Angehörige. Ein wichtiges Thema sind dort Fragen rund um den Schwerbehindertenausweis. Das betrifft die Nachteilsausgleiche beim jeweiligen Grad der Behinderung und den Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis. Aber auch Hilfen bei der Antragstellung und der Durchsetzung der Nachteilsausgleiche sind Teil meiner Tätigkeit.

Ein Gedanke zu „Schwerbehinderung

  1. Ein Ausweis mit 50 GdB und ein G, ist nichts als Rentner. Augenwischerei…. Denn wenn Sie nicht mehr richtig Beweglich sind, können Sie das bahnfahren vergessen. Da ist es meist nicht mehr möglich, mobil auf Bahnhöfen rumzulaufen, in Züge ein-und auszusteigen, und dann vielleicht noch mit Gepäck in der Hand. Vrrkehrsbedingte Erleichterungen, wie Parkausweise etc. würden hier mehr Sinn machen.

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